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< Frank & Ilona Schmitz, Hubertuskönigspaar 2014/2015
06.12.2015 17:05 Alter: 2 yrs
Kategorie: Allgemeines

Hubertusball 2015 - Zwischen Fröhlichkeit und Tragödie

Bereits zum fünften Mal feierte die St. Hubertus-Schützen-Gesellschaft im Theater der Träume den Hubertusball. Was wie immer festlich begann, dann grenzenlos fröhlich wurde, endete mit einem tragischen Ereignis. Nachdem Hajo Schröder einer der Musiker der Gruppe Soundconvoy, auf der Bühne zusammengebrochen und schließlich mit dem Rettungswagen abtransportiert wurde, beendet Major Volker Albrecht das Fest.


"Lassen sie uns gemeinsam einen wunderschönen Ball mit Frohsinn und viel Freude erleben", sagte unser Major in seiner Begrüßungsrede. Und bis zu seinem plötzlichen Ende war es wieder eine rauschende Ballnacht, die alle Hubertusschützen und ihre Gäste begeisterte. Für die Daheimgebliebenen gilt daher für das nächste Jahr uneingeschränkt: Da simmer dabei! Dat es prima! VIVA HUBERTUSBALL!

Festlich geschmückte Tische, Kerzenständer und viele weitere Accessoires schafften einen stimmungsvollen Rahmen; unser Vorstand macht auch hier einen tollen Job. Dem bewährten Protokoll folgend, begrüßte unser Major zunächst die Ehrengäste. Zu denen zählte natürlich der Schützenkönig, S.M. Gerd Philipp I. Sassenrath mit seiner Königin Stefanie. S.M. war gerne gekommen, bildete doch der Hubertusball den perfekten Rahmen zu seinem 55. Geburtstag. Selbstredend wurde ihm auch ein Präsent der Hubertusschützen überreicht. Das Komitee des Neusser Bürger-Schützen-Vereins, die Korpsspitzen befreundeter Korps und deren Sieger und Könige waren zahlreich vertreten. Vor allem der tags zuvor wiedergewählte Präsident Thomas Nickel wurde besonders herzlich begrüßt. Die abschließenden Begrüßungsworte galten dann unserem Hubertuskönig. Herbert Kremer und seiner Königin Kathrin wurden mit tosendem Beifall willkommen geheißen. Bevor der obligatorische Ehrentanz auf das Parkett gelegt werden konnte, gab es noch eine Laudatio auf unseren Hubertuskönig.

Michael Bebber, ein guter Freund seiner Majestät, hielt sie. Als Mitglied des Neusser Grenadier-Korps fühlte sich der ?Pinguin? ein wenig wie in der Höhle des Löwen. Er stellte Majestät mit fünf "F?s" vor - Familie, Freunde, Firma, Freizeit, Feiern. Herbert ist erst seit drei Jahren Hubertusschütze, kam aber bereits 1967 das erste Mal mit dem Schützenfest in Berührung. Seine Schützenkarriere begann bei den Edelknaben und führte ihn quer durch das gesamte Neusser Regiment. Gilde, Grenadiere und Schützenlust waren die Stationen, die schließlich zum Höhepunkt führten. Sein Sohn Lucas wurde 2010 König der Edelknaben; damit kam Herbert mit dem Königs- und Siegerkreis in Berührung. Er war begeistert, schloss neue Freundschaften und wechselte schließlich 2012 zu den Germanen. Seine Majestät ist ein königsblauer lebensrettender Handballer, der gerne verreist. Aber noch viel lieber nach Hause kommt und mit seiner Familie und Freunden in geselliger Runde zusammensitzt.

Nach dem offiziellen Teil wurde zur tollen Musik von Soundconvoy getanzt. In der Disco bewegten sich die Jungschützen und Junggebliebenen zu den Klängen von DJ JP. Natürlich verteilten einige Vorstandsmitglieder Killepitsch-Fläschchen - herrliches Teufelszeug! Gegen Mitternacht gab es zur Stärkung Currywurst, die wie immer heiß begehrt war. Und so hätten alle gerne noch bis in die frühen Morgenstunden weiter feiern können.

Tragische Ereignisse führten nach Mitternacht erst zu einer Unterbrechung und schließlich zum Abbruch des Hubertusballs. Hans-Joachim Bruno (Hajo) Schröder, Bassist der Gruppe "Soundconvoy" brach gegen 1.40 Uhr plötzlich auf der Bühne zusammen. Nach einem kurzen Moment, um zu begreifen was da vor sich ging, eilten einige Gäste und Bandmitglieder sofort zu ihm. Die Ernsthaftigkeit des Zusammenbruchs wurde allen in der Nähe der Bühne Stehenden klar, als die Helfer mit Wiederbelebungsmaßnahmen begannen. Schnell wurden Tischtücher als Vorhang genutzt, um das Geschehen auf der Bühne abzuschirmen. Die Ersthelfer wurden dann vom herbeigerufenen Notarzt und den Rettungssanitätern abgelöst. Als der Musiker schließlich transportfähig war, erklärte Major Volker Albrecht den Ball für beendet. Auch in der Disco verstummte die Musik. Wie später zu erfahren war, wurde Hajo Schröder in einem Düsseldorfer Krankenhaus reanimiert und notoperiert. Trotz aller ärztlichen Bemühungen kam er nicht mehr zu Bewusstsein. Hajo Schröder starb im Laufe des darauffolgenden Montags. Rolf Vogels, der mit ihm und Bert Hollmann 1981 Soundconvoy gegründet hatte, sagte: "Dies war ein Tag zum Heulen. Der Soundconvoy wird aber weiter fahren."