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10.03.2016 08:03 Alter: 2 yrs
Kategorie: Allgemeines

Abseits vom Alltagsstress: Herrenabende als geselliger Start in das Schützenjahr

Den Partykeller zieren Fotos seines Karmann Ghia, mit dem er sportliche Wettbewerbe bestritten hat, Autokennzeichen aus Amerika, Souvenirs von Reisen in die ganze Welt, Erinnerungen an kirchliches Engagement und Zeiten als Sänger im bekannten Apollo-Chor, Exponate aus seiner Zeit als Korpssieger, als Musikbeauftragter der Neusser Schützenlust mit besten Kontakten zu russischen Kapellen, eine lange erfolgreiche Laufbahn als Schütze im großen Neusser Regiment ? Norbert Fassbender hat sich in seinem Haus an der Erftstraße ein kleines Museum eingerichtet. Doch das will er seit vielen Jahren nicht allein genießen ? regelmäßig lädt er eine hochehrenwerte Gesellschaft aus dem Neusser Schützenwesen zu einem Herrenabend in seinen Quirinus-Keller ein.


"Liebe Freunde, es ist einmal an der Zeit, sich zu treffen"überschreibt er die Einladung, der Komiteemitglieder, Korpssieger, Schützenkönige, Majore und Adjutanten sowie Personen des öffentlichen Lebens, Freunde und Gönner gerne folgen.

"Abseits vom Alltagsstress korpsübergreifend neue Freundschaften zu schließen und  bestehende zu vertiefen", dass ist Fassbenders Ansatz für ein zwangloses gemütliches Beisammensein bei lecker Kölsch. Und wie beim jüngsten Herrenabend neben Schützenkönig Gerd Philipp I. Sassenrath, Oberschützenmeister Martin Flecken und Ex-Schützenmajestät Karl Theo Reinhart als Trainer zu begrüßen, der bei einer Enkelschar von neun Jungen und zwei Mädchen eine eigene Fußballmannschaft stellen könne. Freundschaftlich gerekelt wird viel, bis oftmals der Abend zu morgendlicher Stunde im alten Marienbildchen endet.

Gastgeber Fassbender ist auch langjähriges aktives Mitglied im Zug "Hubertus-Hirsch". Als Zug 1953 im Hubertus-Korps gegründet, marschieren die Mitglieder seit 1967 in der Neusser Schützenlust mit. Der Zug hat zwar das Korps gewechselt, nicht aber seinen Namen. In diesem Sinne ist auch der Kontakt  zu den Hubertus-Schützen nie abgerissen. Sie sind wie alle anderen gern gesehene Gäste des Zuges, der selbst einen Herrenabend ausrichtet und sich damit seit mehr als drei Jahrzehnten ebenfalls einem ungezwungenen privaten Bier- und Häppchenabend unter Schützenfreunden quer durch alle Korps verschrieben hat. Dieser Termin im Zugkeller an der Breite Straße ist für die geladenen Gäste ein beliebter Treff zu Beginn des  Schützenjahres und Anlass, zahlreiche  Exponate aus der mehr als 60-jährigen Geschichte des angesehenen Traditions-Zuges zu bewundern. Eine große Vitrine voller Auszeichnungen ist anschaulicher Beleg für glorreiche Mannschafts-und Einzelsiege in Schießwettbewerben sowie für zahlreiche gesellschaftliche Aktivitäten des Zuges.

Text und Fotos zum Bericht: Download der Ausgabe "HUBERTUS" 01/2016