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< 40 Jahre Hubertuszug "Jagdfalken"
11.08.2016 08:43 Alter: 1 yrs
Kategorie: Allgemeines

"Dresscode? Ach, was!" ... oder was trägt Hubertus eigentlich wann?

Des Hubertus neue Kleider, in Anlehnung an das 1837 erschienene Märchen von Hans Christian Anders (Des Kaisers neue Kleider), lässt gewisse Parallelen zum Bekleidungsverhalten einiger Hubertusschützen erahnen. Entgegen der Anders´chen Erzählung, fallen Hubertusschützen naturgemäß aber keinen ?webenden? Betrügern zum Opfer, die einem unsichtbare Kleider für teuer Geld unterjubeln. Nun, der Kaiser anno 1837, erkannte sein Fehlverhalten aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erst bei einem Festumzug, trotzte aber den Äußerungen des Volkes auf die fehlende, somit unsachgemäße Bekleidung und marschierte weiter.


Ein Hubertusschütze würde bei der Parade am Sonntag merken, wenn er eine imaginäre Schützenjacke und Hose tragen würde. Und seine Kameraden würden ohne zu zögern, auf diesen Umstand galant hinweisen. Ob er überhaupt den Weg über den Markt antreten würde?

Dies unterscheidet, in Teilen, den Hubertusschützen vom Kaiser. Denn der wurde damals wenig konsequent auf seinen Bekleidungsfauxpas aufmerksam gemacht. Zu Schützenfest würde kein Hubertusschützen, es sei den offensichtlich in Anbetracht der zu erreichenden Auszeichnung nach Schützenfest, in der Regel bei Schützenfestausklang (umgangs-sprachlich auch Radi-Essen genannt), in mangelhafter Bekleidung antreten. Da hat der Hubertusschütze einen klaren Vorteil gegenüber einem Kaiser auf seiner Seite: der Spieß. Dieser der mit Argusaugen auf das korrekte und adrette Auftreten seiner Mannen, bei jeder Gelegenheit schaut. Dies ließe die Frage zu, warum der Kaiser damals auf diese wichtige Position verzichtet hat, hätte sie ihm doch sicherlich das hohe Bekleidungstechnische Ansehen gerettet. Dazu hat Hans Christian Anders leider nichts überliefert.

Warum nur, fragt sich sicherlich der Kaiser heute, bin ich denn zu anderen Gelegenheiten immer passender gekleidet gewesen, nur bei diesem Festumzug nicht. Auch das ist nicht überliefert. Wohl aber die hin und wieder zu diskutierende erweiterte Kleiderfrage bei Hubertus. Anzug mit oder ohne Krawatte beim Biwak, oder eher Jeans und Hemd? Beim Fackelrichtfest der leichte Bieranzug und gesetzt sind an den Ehrenabenden der ?kleine? Dienstanzug, oder? Zum Hubertusball dann trägt der Mann von Welt heute ..., gerne fragen wir den Kaiser.

Der Kaiser würde sich sicherlich wünschen, dass der Spieß auch zu anderen Gelegenheiten, ein wachsameres Auge auf seine Mannschaft werfen würde und diesen eine passende Kleiderordnung unterbreitet. Denn gerade dem Ansehen der unterschiedlichen Gelegenheiten, bei den Hubertus ausgeht, zeugen doch von der Wertschätzung dem Anlass gegenüber. Dies zeigt man(n) doch am Besten, mit einer passenden Bekleidung. Der Kaiser hätte sich dies 1837 sicherlich gewünscht.
Kleider machen halt doch manchmal Leute.

Download der Uniformordnung